Meine Begeisterung am Schreiben

Für diejenigen unter Euch, die sich gefragt haben wie man denn zum Autor wird, möchte ich nachfolgend einen kleinen Einblick in meine Begeisterung fürs Schreiben geben. Hierfür habe ich einfach mal die wohl häufigsten Fragen beantwortet.

Woher kam meine Begeisterung fürs Schreiben?

‚Mit einem Stift‘, könnte ich jetzt lapidar sagen. Als ich mit Xerubian angefangen habe, war mir gar nicht mehr bewusst, dass ich schon seit meiner Grundschulzeit schreibe. Beim Aufräumen des externen Kellers meiner Eltern sind wir auf ein Buch gestoßen, in dem ich als Siebenjähriger Kurzgeschichten niedergeschrieben habe. Das Buch war bis zur letzten Seite vollgeschrieben und liebevoll mit meinen Illustrationen versehen.
Ich habe Tränen beim erneuten Lesen gelacht. Nicht nur, dass die Grammatik sämtliche Duden Herausgeber aus den Socken in den Orbit geschossen hätte, sondern weil allein die Ideen und ihre Umsetzung einfach nur kindlich schön sind.
Ich habe mit den Jahren immer wieder Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben, die nun als lose Blattsammlung in einem Ordner in einem Kartin schlummern. Ich empfinde das Schreiben immer noch als eine besondere Weise des Gedankenausdrucks, weil es, ebenso wie die menschliche Gefühlswelt, genauso viele Facetten haben kann. Ich kann auf diese Weise meinen zahlreichen Gedanken, den besten Ausdruck verleihen.

Was liest man als Autor?

Da ich mich momentan noch primär dem Fantasdy verschrieben habe, möchte man meinen, dass ich daher meine Begeisterung ziehe. Witzigerweise lese ich dieses Genre am wenigsten. Wie viele Jugendliche habe ich das bescheidene Dasein von Stephen King gefördert, bin dann viele Jahre an den historischen Romanen von Christian Jacq hängen geblieben, um dann via Jan van Helsing einen weiten Bogen über die Esoteriksparte zu machen, damit ich jetzt wieder Freude an gewöhnlichen Romanen habe. Mit anderen Worten, mein Geist ist wieder offen für neue, spannende Geschichten. Was genau ich in den letzten Monaten gelesen habe und was ich von den Büchern halte, könnt ihr in meiner Leseliste mit verfolgen.

Warum habe ich mir das Genre Fantasy ausgesucht?

Ehrlich gesagt konnte ich mit dem Begriff „Genre“ zunächst gar nichts anfangen. Ich habe einfach geschrieben, wie mir der Kopf gewachsen war. Nach meinen ersten Seiten, sagte mein Bruder „Ah, du magst auch Fantasy. Das ist gut.“ Hamma was gelernt. Ich wollte meinen verrückten Ideen einfach freuen Lauf lassen können, dabei ist es eben Fantasy geworden.

Dabei schreibe ich mich keines Falls nur auf dieses Genre fest. Ich habe auch noch das Skript für einen Psycho-Thriller in der Schuplade und einige Ideen für Thriller/Krimis. Ich merke zwar das es ein anderes Schreiben ist, es aber schult und sprachlich trainiert. Deshalb wird zukünftig auch in diesen Genres etwas von mir erscheinen.

Was bereitet mir am „Autor sein“ am meisten Freude?

Manch einer möchte jetzt meinen, dass man mit einer Veröffentlichung nun automatisch ein solides Nebeneinkommen generiert. Weit gefehlt. Schreiben benötigt wie jedes „Hobby“ Zeit und Geld. Nur die wenigsten Autoren können tatsächlich davon leben. Wenn man das erst einmal verinnerlicht, bleibt Raum für die wirklich Begeisterung. Feedback wie dieses:

„Dieses Buch ist allerdings oder besser gesagt Gott sei Dank nicht die übliche Fantasy-Story mit kämpfenden Elfen, Zwergen, Gobblins usw. Es ist Krimi, Abenteuer, fantastische Erzählung und Komödie.“
(Amazon Rezensentin)

„Am Ende des Buches war ich ein fast fanatischer Fan von Nerol und hoffe, dass es das Buch vielleicht einmal zum Hörbuch schafft. Denn sein Dialekt ist unglaublich! Ich hatte das Buch in wenigen Tagen durchgeschmökert und bin auf die Fortsetzung gespannt!“
(Amazon Rezensentin)

In einem Buch steckt unglaublich viel Arbeit. Manchmal über Jahre hinweg. Nach all der Plackerei ist es dann schön genau solche Bewertungen zu lesen.

Verlag oder Self-Publishing?

Da ich das seltene Glück hatte direkt mit einem Verlag durchzustarten würde man meinen ist die Frage bereits beantwortet. Da sich mein Verlag aber nach zwei Jahren aufgrund zu geringer Absätze von mir getrennt hat, blicke ich nun auch auf die andere Seite der Medaille. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Ich habe nun die Nachteile der Verlagsseite gespürt: Absatzdruck 🙂 Aber es gab nicht nur das:

– man ist in der Covergestaltung nicht vollkommen frei
– der Weg bis zu einem Verlag ist laaang und steinig
– man erhält nicht in alle Bereich der Verlegung Einblick und sieht „nur“ das Endergebnis

Vorteile:
– man hat einen starken erfahrenen Partner an der Seite
– man trägt das finanzielle Risiko nicht
– es wird einem viel Arbeit abgenommen

Bei Self-Publishing obliegen alle Aufgaben einem selbst. Das kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Wenn man erfahren ist oder sich in einigen Bereichen auskennt, kann man sich voll entfalten. Allerdings können vermeintliche „Kleinigkeiten“ wie die Rechtschreibung und Grammatik schlicht in einem Bewertungsdesaster enden, widmet man hier nicht die entsprechende Zeit.

Ich für mich sehe dies nun als Chance, weil ich die Dinge, die mich im Verlag gestört haben, selbst in die Hand nehmen kann. Wir werden sehen, wie es läuft 🙂

 

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