Rezension: Apokalypsis 1 – Mario Giordano

Apokalypsis 1Rezension Apokalypsis 1

Ich habe mir das Buch Apokalypsis 1 gekauft, weil meine Eltern es verschlungen haben, zudem war ich vom Cover ziemlich angetan, weil ich den Look alter Bücher mag.

Allerdings kann ich ihre Begeisterung für das Buch nur bedingt teilen. Die Story ist OK, schafft hier und da schöne Spannungsbögen, ab und an sogar Gänsehaut. Allerdings hapert es für mich an den Details. Die Charaktere sind für mich überzeichnet und wenig glaubhaft. Ihre Emotionen verändern sich zu schnell. Zwar liegen dreihundert Seiten dazwischen, allerdings nur wenige Tage an Geschichte und da wechselt man nicht mal eben von völlig fremd in die große Liebe. Zumindest bedarf es dann schon einer besonderen Verbindung, die sich ebenfalls entwiceln muss. Insbesondere zu einer abstinenten Nonne.

Die Kirche und ihre Geheimnisse als Basis für den Storyverlauf zu nehmen, bietet genug Potenzial. Schade finde ich es dann, wenn die Rätsel und vermeintlichen Mysterien bereits mit dem ersten Gedanken gelöst werden und sich ihre doch so große Komplexität dann schwupps in Rauch auflöst. Das ist mir zu profan, abgesehen davon, das man die Auflösung selbst kaum versteht. Da möchte man mitgrübeln, den Kopf zermatern, ebenso ‚Ah‘ schreien, wenn die Lösung ans Licht kommt. Ich hatte lediglich das ‚Achso, da komm ich jetzt nicht mit‘ Gefühl.
Da es mich dennoch interessiert, wie es weitergeht, habe ich nun auch den zweiten Teil auf dem Nachttisch liegen. Allerdings geborgt und nicht gekauft. Denn ich möchte in meinem Regal nur Bücher stehen haben, von denen ich wirklich überzeugt bin.

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