Rezension – Inferno, Dan Brown

InfernoRezension Inferno

Ich habe mal wieder ein Buch von meinem Nachttisch durchgelesen und möchte euch natürlich meine Rezension dazu nicht vorenthalten: Inferno von Dan Brown.

Beim Stöbern auf den Büchertischen ist mir Inferno in die Hand gefallen. Prima, sogar als Taschenbuch. Denn die Hardcover Versionen sind mir schlicht zu teuer. Schließlich steht ja das Gleiche drin.
Aber zurück zum Buch. Ich habe es in der Erwartung gekauft ähnlich spannend wie die Vorgänger angestachelt zu werden. Der Einstieg ist ziemlich gut, bricht mit den Vorgängern und schafft damit einen positiven Start. Und hier kommt bereits der Punkt, wo der Inhalt sich vom Klappentext loslöst. Denn nicht Dantes Text birgt das Geheimnis, sondern der Text wird für ein Geheimnis mißbraucht. Die Einbindung der tatsächlichen Fakten, die Hats durch Italien, die Charaktere, alles ein interessanter Treiber. Und dennoch, die Erwartung von weiterer Tiefe an die Handlung wird nicht erfüllt. Dante wird nur Mittel zum Zweck und das auch nicht sonderlich fesselnd.
Insgesamt ist dies nun aber nur 1 Punkt. Darüber hinaus bin ich auch sprachlich enttäuscht. Etliche Male wird man gerade in schnellen Situationen von Details überladen, die weder der Atmosphäre noch der Story dienlich sind. Da interessieren geschichtliche Fakten schlicht einfach nicht.
Als besonders groben Schnitzer empfinde ich, dass es einen ganzen Charakter gibt, der eigentlich überflüssig ist. Die vermeintliche Killerin, die nach vielen Jahren nun getragen durch akute Inkompetenz, plötzlich ihren Job nicht mehr verrichten kann. Sich zudem in der Story plötzlich auflöst. Mir ist sogar ihr Name entfallen – welch Zeichen der Überflüssigkeit. Was ist mir ihr passiert? Warum war sie überhaupt da? Man hätte sie schlicht mit dem Einsatzteam ersetzen können und hätte nichts an Dichte oder Logik eingebüßt.

Das sprachliche Defizit, der Schnitzer im inhaltlichen Aufbau, als auch die völlig falsche Erfüllung der Erwartungshaltung, lassen mich leider nicht mehr als 3 Sterne geben. Insgesamt setzt Dan Brown die Latte für sich selbst sehr hoch. Das er nun aber so weit darunter liegt, ist schade.

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