Rezension: Blut gegen Blut – Benjamin Spang

Blut gegen BlutRezension Blut gegen Blut Benjamin Spang

Ich habe dieses Buch aufgrund der Positiven Erwähnungen auf Twitter entdeckt, zudem fand ich das Cover im Comic artigen Stil sehr interessant. Irgendwie unauffällig auffällig. Ich muss gestehen, dass ich um Vampir- und Werwolfgeschichten bisher einen Bogen gemacht habe. Die Geschichte von Twilight hat einfach mit ihrer Theatralig wenig meinen Nerv getroffen. Um so überraschter war ich, dass Benjamin Spang bewusst aus diesem Klischee belandenen Genre ausbrechen möchte.

Da wäre zunächst Katrina, unsere Hauptportagonistin, die unscheinbar, belastet mit reichlich inneren Konflikten daher kommt. Ein interessanter Charakter, der viel Potenzial besitzt, das bisher erst schichtweise freigelegt wurde. Wir erhalten einen Einblick in die Welt der Vampire und deren zahlreichen Untergattungen sowie den Werwölfen, die mit überraschend menschlichen Eigenschaften aufwarten. Mehr möchte ich an der Stelle nicht verraten.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Benjamin Spang hat einen flüssigen Schreibstil und  man merkt ihm an, dass er unheimlich Spaß daran hat dunkle Szenarien, mystische Personen und ungewöhnliche Schauplätze zu kreieren. Die Story kann mit interessanten Wendungen überraschen sowie einem roten Faden, den man so nicht erwarten würde. Selbst beim Aufbau der Charaktere, kann man sich nicht sicher sein, ob nicht doch alles nur Fassade ist.

Trotz allem, habe ich auch Kritikpunkte: das Buch könnte noch etwas atmosphärischer sein. An einigen Stellen fehlen mir Beschreibungen, die einen tiefer in das Geschehen und die Umgebung lassen. Das ist schade, weil die Welt, die er geschaffen hat, förmlich danach giert bewandert zu werden.
Mir bleiben auch zu viele offene Fragen. Auch wenn die Geschichte an sich geschlossen und die Vorbereitung für einen zweiten Teil vorhanden ist, hat man das Gefühl, sie hört einfach auf, weil sie es dort musste. Einige der Fäden hätte man mit Spannung noch weiterspinnen können, noch mehr Lust auf den 2. Teil machen können.
Für diese Punkte würde ich einen halben, bis ganzen Stern abziehen. Jetzt kommts aber: ich habe das Buch direkt beim Autor bestellen können (ich mag einfach Widmungen) und habe hier noch zusätzliches Material wie verschiedene Lesezeichen und Karten erhalten. Zudem ist das Buch illustriert und kann mit fantastischen Zeichnungen aufwarten. Das widerum gibt einen zusätzlichen Pluspunkt. Dies zeigt, mit welchen Engagement Blut gegen Blut geschrieben und gestaltet worden ist.

Abschließend kann ich also eine volle Leseempfehlung abgeben. Wer ein Faible für Vampire und Werwölfe hat und sie einmal in einem anderen Setting erleben möchte, der ist mit Blut gegen Blut von Benjamin Spang hervorragend bedient.

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Hey Andreas,

ich habe das Buch gerade lesen und meine Rezension geht nächsten Sonntag online. Ich würde deine Rezension gerne bei mir verlinken, da ich es toll finde, ein paar unterschiedliche Meinungen zusammenzutragen. Ich hoffe, das ist ok.

LG, Moni

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