Rezension: Lichterregen – Cristina Haslinger

LichterregenRezension Lichterregen Cristina Haslinger

Über das positive Feedback auf Twitter zu Lichterregen, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die Idee plötzlich Zeitreisen zu können und die Probleme, die sich daraus ergeben, haben mich neugierig gemacht.

Mit Emily begleitet man eine Figur, die zwar mittem im Leben steht, aber dennoch ihre Probleme mit sich herum trägt. Das macht sie sympathisch und glaubwürdig und zum idealen Träger der Geschichte. Begleitet wird sie von Daniel, der auf mehreren Ebenen eine Rolle spielt. Während man Emily direkt beim Geschehen begleitet, verschwimmt Daniel zu ihrem mysteriösen Begleiter. Irgendwie gibt es eine Verbindung zwischen ihnen und doch diese bleibt (vorerst) ein Geheimnis.

Was man bei Zeitreisen erwarten würde, ist die Komplexität des sich selbst Begegnens oder der Beeinflussung vergangener Ereignisse. Cristina Haslinger schafft es jedoch Lichterregen dahinfließen zu lassen. Die Erläuterungen und Beschreibungen sind ohne Probleme greifbar, so dass man sich nirgends verloren fühlt. Bei ihrem süffigen Schreibstil fühlt man sich nicht selten direkt in die entsprechende Epoche versetzt, sieht Buntfaltenhosen und 50er Jahre Blusen vor dem inneren Auge. Das ist großartig! Ich hatte selbst mehrfach das Gefühl die Zeit zu vergessen :)

Es gibt dennoch zwei Kritikpunkte (Vorsicht SPOILER): Ich hätte mir mehr Einblick in die Beziehung zwischen Daniel und Emily gewünscht. Zumal es mehrfach die Gelegenheit gab, entsprechende Fragen zu stellen. Das andere sind fehlende Cliffhanger. Der Story würden Spannungen in der Vergangenheit gut tun. Irgendwie ist es selbstverständlich, dass plötzlich jemand weiteres mit am Tisch sitzt. Sich zu integrieren, zu beweisen, Vertrauen zu gewinnen, würden einiges an Spannung beisteuern. So ist es zum Ende hin sogar gemein, dass die Geschichte genau da aufhört, wo es richtig spannend wird.

Für diese sehr kreative und flüssig geschriebene Geschichte gebe ich 4/5 Sternen. Es lohnt sich!

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