Rezension: Es war einmal in Deutschland – Stefan Barth

Es war einmal in DeutschlandRezension zu Es war einmal in Deutschland von Stefan Barth

Es war einmal in Deutschland hat mich äußerlich durch seine Andersartigkeit angesprochen. Das gezeichnete Cover sticht aus den stylischen Hochglanzvarianten positiv heraus.

Zum Ende des Krieges 1945 desertiert der Landser Heinrich, nachdem er die Nachricht erhält, dass seine Frau und die älteste Tochter bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Sein einziges Ziel: sich um die Jüngste kümmern. Doch der Weg zurück ist hart, vor allem, wenn man der SS in die Arme läuft und an einem Baum hängend zum Sterben zurückgelassen wird.

Die Motivation von Heinrich ist unmissverständlich und doch kann er das Mensch sein nicht ablegen. Immer wieder kämpft er mit sich selbst das Richtige zu tun und seinen Wunsch nicht zu vernachlässigen. Das ist ein interessanter Spagat, den man nur all zu gut nachvollziehen kann und bei dem man mitfühlt.

Die erste Hälfte der Geschichte will nicht so recht anziehen. Die Beziehung zu Elsa und die vermeintliche Gefahr, sind zu vorhersehbar. Da fand ich es sehr erfrischend, dass die zweite Hälfte deutlich rasanter und vor allem überraschender wird. Auch wenn man Heinrichs Händchen, mit einem ganzen Trupp SS Soldaten fertig zu werden, durchaus mit einem Augenzwinkern betrachten muss.

Insgesamt gab es zwei Dinge, die meine Lesefreude getrübt haben. Dem Buch fehlt die korrekte Formatierung. Dazu zähle ich Blocksatz, Silbentrennung und das korrekte Einrücken von Absätzen. Leider hat dies das Lesen ungemein erschwert. Der zweite Punkt war die Flucherei der Protagonisten. Ob in Gedanken oder ausgesprochen. Das war auf Dauer anstrengend, weil es vor allem der Erscheinung der Charaktere nicht zugute kam. Ab und an, kein Thema. Als dauerhaftes Stilmittel in gleicher Weise, mir zumindest ein wenig zu viel.

Bei mir bleiben für Es war einmal in Deutschland am Ende 3/5*. Einen Stern Abzug für die Aufbereitung sowie einen für die Sprache und der zu seichte Einstieg. Dennoch bleibt es eine interessante Lektüre für diejenigen, die ein Faible für die deutsche Geschichte haben.

 

 

 

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