Rezension: Vindex – J. Hartmann

VindexRezension zu Vindex von J.S. Hartmann

Vindex ist mir direkt durch das Cover aufgefallen. Ich mag Endzeitgeschichten und der Unbekannte Kerl, der mystisch aber bedrohlich über einen Schuttberg steigt, hat bei mir einfach funktioniert.

Der Klappentext ist nicht wirklich einer. Die 4 kurzen Sätze haben mich nicht unbedingt neugierig gemacht, dafür gab es zum Glück das Cover. Der Einstieg in die Geschichte hat es dafür in sich. Schonungslos, persönlich, gefühlsintensiv. Man weiß genau, woran man beim Speaker ist und warum sie ihn als die einzige Macht in dieser verlassenen Welt anerkennen.

Die erste Hälfte des Buches dümpelt ein wenig dahin. Vindex ist gezwungen sich dem Speaker anzuschließen und man folgt ihm durch die Ausbildung zum Soldaten. Seine innere Wut wird immer wieder angedeutet, spielt aber sonst kaum eine Rolle. Er macht, was ihm gesagt wird. Das ist ein wenig schade, denn es macht ihn zu geradlinig, zu rund. Ein paar mehr Ecken und Kanten, hätten ihm gut gestanden.

Interessant ist wirklich die zweite Hälfte. Vindex flieht und streift auf eigene Faust durch die Lande. Es macht Spaß zu lesen, wie er die Soldaten des Speakers ausschaltet, wann immer er kann oder muss. Geleitet von Rache schmiedet er seine Pläne gegen den Speaker. Wären da nicht zwei Mädchen, die kurz vor dem Ziel seine Hilfe brauchen.

Das Ende hat mich bei der sonst relativ geradlinigen, wenngleich interessanten Story dann doch überrascht. Es gibt gleich zwei Twists, bei dem ich bei einem fassungslos vor den Seiten hing. Genau das habe ich mir gewünscht.

Auch wenn sich Hartmann bei Vindex hier und da bei Klischees bedient, trübt das die Story, die Welt oder Charaktere keineswegs. Das Buch bleibt eigenständig, bringt neue Ideen und kann auch sprachlich überzeugen. Eine Stern ziehe ich ab, weil ich mir mehr Abwechslung, gerade in der ersten Hälfte gewünscht hätte. Dennoch ist Vindex eine Leseempfehlung, insbesondere für Freunde von Dystopien.

Weitere Rezenionen findet ihr bei:
Buchfeeteam
Lexysbookdelicious

 

, , , ,
Vorheriger Beitrag
Rezension: Es war einmal in Deutschland – Stefan Barth
Nächster Beitrag
Rezension: Geheimakte Aton – André Milewski

Ähnliche Beiträge

Menü