Nafishur Dariel

Rezension zu Nafishur Praeludium Dariel von Mary Cronos

Ich bin schon eine ganze Weile um Nafishur herumschlawenzelt, genau genommen fast zwei Jahre. In Frankfurt ist es mir mehrmals aufgefallen, weil der Buchsteg wirklich auffällt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, deshalb ergeben die Buchrücken auch erst zusammen ein vollständiges Bild. Das sieht nicht nur toll aus, sondern bringt auch Abwechslung ins Buchregal.

Darum gehts: Dariel ist ein Vampirhunter und das von Kleinauf. Nachdem seine Mutter von Vampiren getötet wurde, trainiert ihn sein strenger Vater mit eiserner Hand. Fehler bedeuten den Tot. So zieht er durch die Clubs und wird dabei auf ein Wesen aufmerksam, dass anders als die bisherigen Vampire ist. Es endet in einem Kampf, den Dariel das erste Mal verliert. Er wird gebissen und damit sein Schicksal neu ausgerichtet.

Anders als in mir bekannten Vampir-Romanen begleitet man Dariel bei seiner Verwandlung. Und genau wie er, ist man überrascht wie der Alltag bei ihnen aussieht, was sie beschäftigt und was es eigentlich bedeutet Vampir zu sein. Es ist ein spannender wie abwechslungsreicher Einblick. Wobei man sagen muss, dass die Geschichte selbst weniger von Dariel, sondern den beiden neuen Mitstreiterinnen Cara und Ginga getragen wird. Beide sind bereits Vampire, wobei Ginga in jeder Hinsicht besonders ist. Für meinen Geschmack ist sie mein Liebling. Ihre Art, die Geheimnis umwogende Aura, sie macht einfach neugierig.

Zwei Dinge haben mich an Nafishur gestört und die haben nichts mit der Geschichte, sondern mit dem Text an sich zu tun. Im Lesefluss hat mich die exzessive Nutzung von Ausrufezeichen, vor allem in der Kombination “!?” sehr gestört. Dadurch wirkten die Aussagen teilweise künstlich “dumm” und ahnungslos, was gar nicht notwendig war. Zudem werden die “…” permanent falsch verwendet und das dann meist auch im Schwarm.

Zum Glück tut dies der Geschichte keinen Abbruch. Insbesondere dem Ende nicht, bei dem ich nun endlich wissen muss, was es mit den Briefen auf sich hat. Eine Leseempfehlung ist selbstverständlich, denn auch das Konzept der zwei Perspektiven überzeugt (dazu aber in der Rezension zu Cara mehr). Von mir gibt es 4/5*.

Andere Meinungen zum Buch finden ihr hier:

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