Erntenacht

Rezension zu Erntenacht von Bruno E. Thyke

Zum Inhalt

Erntenacht ist ein Zufallsprojekt, das vor einiger Zeit auf Twitter entstanden ist. Da ich selbst Teil der Autoren dieser Anthologie bin, möchte ich mir dennoch nicht die Chance nehmen lassen, mein Fazit zu den restlichen Geschichten meiner zahlreichen Kollegen zu teilen. Denn ich selbst habe diesen sehr entgegengefiebert.

Die Idee der dunklen Folklore hat mich, wie ebenso die anderen, direkt infiziert. In unserer modernen, aufgeklärten Welt, spielen Dämonen, Geister und Fabelwesen keine Rolle mehr. Die einzigen, die nach wie vor daran glauben, sind die Isländer. Um so neugieriger hat es mich gemacht, welche Wesen denn damals die Menschen beschäftigten und was genau man sich erzählt hat. Und ganz ehrlich, ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so viele davon gibt.

Meine Bewertung

Genauso zahlreich und unterschiedlich wie die Wesen, sind auch die Geschichten der Anthologie Erntenacht. Und diese Vielfalt macht den Reiz aus. Von Gedichten über humorig, schaurige Erzählungen, bis hin zu düsteren Texten ist alles dabei. Besonders sind mir zwei Texte im Kopf geblieben: „Die Stadt des Zorns“ von Claus R. Kullak und „Die Blutlese“ von Bruno E. Thyke.

Beide Geschichten haben mich durch ihre Sprache und die spannend erzählte Geschichte begeistert. Als würde ein ganzer Roman folgen, wird man tief in die Atmosphäre der Erzählung hineingezogen. Nicht, das dies bei den anderen nicht der Fall wäre, hier gefiel es mir jedoch besonders gut. In beiden Geschichten ist es insbesondere die Zeit und das Setting selbst, die einfach stimmen und zusammen mit der Sprache ein rundes Bild ergeben.

Ingesamt ist die gesamte Erntenacht Anthologie aber lesenswert, denn jede Geschichte für sich, schenkt einem Wesen für einen winzigen Augenblick wieder etwas Leben. Und wer weiß, vielleicht erinnert ihr euch daran, woher ihr es kennt und habt schon einmal davon gehört.

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