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Rezension zu Second Horizon von E.F. von Hainwald

Second Horizon

Idee5 von 5

5 von 5

Sprache3 von 5

3 von 5

Story3 von 5

3 von 5

Spannung3 von 5

3 von 5

Atmosphäre4 von 5

4 von 5

Zum Inhalt

Second Horizon ist Science Fiction auf hohem Niveau. Bereits in Cyberempathy hat mir die Ideenflut außerordentlich gut gefallen. In der Geschichte geht es um Wolf, eine Gestalt, die mit seinem Äußeren und dem inneren Tier im Kampf ist, und Babe, ein Mädchen, welches plötzlich aus dem Himmel gefallen ist. Beide haben eines Gemeinsam: sie haben keinen Namen. In einer Welt, in der Gesichtserkennung und Daten alles sind, genießen sie als einzige wahre Freiheit. Ein Auftrag jedoch zieht alle Blicke auf sie und plötzlich werden die Namenlosen zu Gejagten. An ihren Versen kleben ausgerechnet die Wesen, denen alle Macht zugeschrieben wird: die Engel.

Meine Bewertung zu Second Horizon

Second Horizon wartet wieder mit beeindruckenden Ideen auf, die zwar im Vergleich zu Cyberempathy, weniger greifbar waren, dennoch nichts an ihrer Wirkung verfehlen. Die Verwebung von Technik, Magie und durchaus philosophischen Ansätzen, macht die Geschichte in der Tat außergewöhnlich. Eines muss man E.F. von Hainwald lassen, komplexe, technische Weltenszenarien sind genau sein Ding. Und so ist es gar nicht die Welt, sondern die Geschichte, mit der ich meine Probleme hatte.

Der Klappentext von Second Horizon ist etwas nebulös. Er macht neugierig, bleibt aber vage, um die Neugierde zu schüren. Soweit zu gut. Mit beinahe 500 Seiten, ist die Geschichte durchaus umfangreich, deshalb hatte ich meine Probleme mit einem ebenso offenen Einstieg. Wolf und Babe lernen sich kennen, dann gibt es einen Zeitsprung und die Handlung beginnt. Aber selbst mit Beginn der Handlung wird noch immer kein roter Faden gelegt. Ohne ein Ziel, auf das sich der Kopf einrichten kann, bin ich die ersten hundert Seiten nur dabei, aber eben nicht in der Story gewesen. Der eigentlich Kern der Geschichte ergibt sich zudem nur beiläufig.

Zwar ist es elegant gemacht, das aus einem bereits großen Problem, ein noch Größeres wird, aber diese Entwicklung als eigentliches Ziel der Geschichte voran gesetzt, hätte so viel mehr Gewicht und vor allem ein klares Ziel gegeben. Die Bedeutung der Engel, vor allem ihre verschiedenen Arten, hätten mehr Bühne erhalten. Verdient wie ich finde, denn die Idee dahinter ist phänomenal. Deshalb hat wohl auch der Twist am Ende für mich nicht funktioniert, weil sich die unterschwellige Anspannung nicht aufbauen wollte.

Der Gedanke der Anonymität in der Masse, mit den Parallelen unserer Zeit, gefiel mir gut. Bei mir hat dies allerdings eine essentielle Frage aufgeworfen, die dieses Konstrukt ad absurdum geführt hat: Wenn die Systeme in einer so technisierten Zeit alles und jeden erkennen und jegliche Zugriffe steuern, warum schlägt das System kein Alarm, wenn es nichts erkennt? Zwar gab es Unterstützung von der Hackerin, aber die war irgendwann nicht mehr da. Dieser Punkt hätte der vermeintlichen Freiheit eine ganz neue Facette gegeben und viel Spannung erzeugt.

Wolf und Babe sind als Charaktere sehr solide und glaubhaft gestaltet. Einzig Babes Wandel dem Exorzisten gegenüber, war nicht ganz schlüssig. Die Hackerin und der Exzorsist sind interessant gestaltet und einmal etwas ganz Neues. Schade ist, dass sie insgesamt relativ blass und ihre Motive verborgen bleiben. Beide verschwinden einfach spurlos aus der Geschichte. Schade eigentlich, sind beide doch sehr vielschichtig.

Sprachlich blieb Second Horizon für mich hinter Cyberempathy zurück. Es ist eine solide erzählte Geschichte, die bei mir nicht die erhofften Bilder erzeugt hat. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die Welt an sich nur oberflächlich angerissen wurde, das soziale System nur den Rahmen bildete. Aber das ist mein Eindruck, andere Leser haben das bereits völlig anders wahrgenommen. Zusammenfassend ist Second Horizon eine außergewöhnliche Geschichte, bei dem mich lediglich die Umsetzung nicht vollends mitgerissen hat. 3,5* sind dennoch eine Leseempfehlung für alle SciFi Fans.

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